Martina Sauter

  • 204x - Collage - 2018 - 26 x 29 cm -  Exemplare

Martina Sauter

Martina Sauter (*1974) beschäftigt sich mit der Grenzerweiterung des Mediums Fotografie. Seit ihrem Abschluss an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin von Thomas Ruff, operiert sie im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Film und Realität. Dabei spielt sie vor allem mit dem narrativen Potenzial des Films und nutzt die unterschiedlichen Genres als inhaltlichen und formalen Ausgangspunkt. Kennzeichnend für viele ihrer Werke ist die bildliche und konzeptuelle Verflechtung von Film und Fotografie. Standbilder von Filmklassikern, meist vom Fernseher abfotografiert, werden - analog zur filmischen Technik des Schnittes - mit Fotos von selbstinszenierten Settings kombiniert. Dies sind in der Regel gebaute Raumarchitekturen, die Sauter kulissenhaft aus Holzwänden, dekorativen Tapeten, Vorhängen, Teppichen und Türen im heimischen Atelier inszeniert. In jüngeren Werken ergänzt sie die Film-Stills mit realen Briefen, Zeitungen und Dokumenten, die durch kaum wahrnehmbare Einschnitte in den Fotoabzug montiert sind. (Dr. Astrid Legge)